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Käthe Kollwitz und ihre Kolleginnen in der Berliner Secession (1898-1913)

06. September - 04. November 2012

 

Die Berliner Secession, die als Opposition gegen den akademischen Kunstbetrieb 1898 gegründet wurde, gilt als Synonym für die künstlerische Moderne in Deutschland. Unter den ersten Mitgliedern waren auch vier Frauen: Julie Wolfthorn, Dora Hitz, Sabine Lepsius und Ernestine Schultze-Naumburg - Malerinnen, die der Avantgarde angehört haben, doch nahezu in Vergessenheit geraten sind.

 

Einzig Käthe Kollwitz hat den ihr zukommenden Platz in der Kunstgeschichte erhalten. Im Laufe der Entwicklung der Secession wurden weitere Malerinnen, Graphikerinnen und Bildhauerinnen in die Gemeinschaft aufgenommen. Neben den Künstlerinnen, die eine ordentliche oder außerordentliche Mitgliedschaft erlangt haben, werden auch diejenigen in der Ausstellung vorgestellt, deren Werke die Anerkennung der strengen Jury fanden und auf den wichtigen Secessionsausstellungen gezeigt wurden. Es waren in der Regel die ersten Frauen in Deutschland, die sich eine professionelle Ausbildung auch ohne Zugang zu den Kunstakademien erkämpft hatten und mit ihrer künstlerischen Arbeit gleichwertige Anerkennung suchten. Ihre Mitgliedschaft in der Berliner Secession ist einerseits ein Gradmesser ihres Leistungsvermögens, andererseits war mit ihr der Wunsch nach Gleichberechtigung verbunden. An den Biografien sind zudem verschiedene Lebenskonzepte (als Bohemienne, Salondame, Künstlerehefrau u. a.) ablesbar, die unterschiedliche Voraussetzungen für die Partizipation der Frauen am Berliner Kunstbetrieb schufen.

 

Die Ausstellung will genauer in den Blick nehmen, ob sich die Frauen durch ihre Teilnahme an den seit 1899 stattfindenden Ausstellungen ähnliche Erfolge in der Vermarktung wie bei ihren männlichen Kollegen eingestellt haben.

 

In der Ausstellung im Museum "Schlösschen im Hofgarten" werden neben Malerei und Grafiken von Käthe Kollwitz arbeiten von Charlotte Berend-Corinth, Sabine Lepsius, Maria Slavona, Dora Hitz, Ernestine Schultze-Naumburg, Julie Wolfthorn, Clara Siewert sowie Plastiken von Renée Sintenis gezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

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